Entzündungshemmende Ernährung

Entzündungshemmende Ernährung – Hilfe bei chronischen Beschwerden

Zahlreiche Volkskrankheiten wie Rheuma, Allergien, Migräne oder Gefäßerkrankungen entstehen, weil in unserem Körper chronische Entzündungsprozesse ablaufen, die durch eine unausgewogene Ernährung stetig „angefeuert“ werden. Vor allem Fettsäuren aus tierischen Nahrungsmitteln gelten als Auslöser chronischer Entzündungen.

Grundlage unseres Ernährungskonzeptes ist daher eine ausgewogene, überwiegend vegetarische Kost, die Entzündungsprozesse nachweislich stoppen kann.

Sie möchten genauer wissen, wie Entzündungsprozesse im Körper entstehen und wie diese gestoppt werden können? Dann lesen Sie hier weiter.

 

Gesund durch die richtige Ernährung

Andrea Barth, Diplom-Oecotrophologin

Sonnenbrand, eine Erkältung, rheumatische Arthritis und ein Herzinfarkt – können diese gesundheitlichen Probleme etwas gemeinsam haben? Ja! Bei allen sind Entzündungen aktiv. Doch nur, wenn diese dauerhaft bleiben, werden sie tatsächlich zu einem Problem für unsere Gesundheit.

Entzündungshemmende Ernährung

Chronischen Entzündungen wird ein immer größerer Stellenwert bei der Entstehung von Krankheiten beigemessen.

Doch jeder kann einiges dagegen tun, damit Entzündungen in seinem Körper kein Oberwasser gewinnen und aus dem Ruder laufen.

Dolor, Calor, Rubor, Tumor, Functio laesa… Was sich anhört wie ein böser Zauberspruch aus einem Harry Potter-Film, beschreibt in Wirklichkeit ein turbulentes Ereignis in unserem Körper, das – übersetzt – durch die Hauptsymptome Schmerz, Erwärmung, Rötung, Schwellung und Funktionseinschränkung – gekennzeichnet ist. Die Rede ist von einer Entzündung.

Die Auslöser einer solchen Reaktion sind vielfältig, der Ablauf ist immer gleich: Ob durch physikalische Reize wie einen Schnitt in den Finger, die Stauchung eines Knöchels oder einen Sonnenbrand, durch eine Infektion mit Viren, Bakterien oder Pilzen oder auch durch chemische Reize wie Säuren oder (Auto-)Allergene, der Körper reagiert immer auf die gleiche Weise: Über ein komplexes Nachrichtensystem werden unzählige Abwehrzellen über den „Brandherd“ informiert und an diese Stelle gelotst, um das Feuer zu löschen.

Es gibt Botenstoffe, die Abwehrzellen herbeiholen und damit den Kampf gegen die Entzündung entfachen. Und es gibt Botenstoffe, die den Abwehrkampf schließlich stoppen. Diese Reaktionen sind zur Abwehr von Krankheitserregern und zur Heilung von Verletzungen lebensnotwendig und schützen den Körper vor Schädigung.

Problematisch wird dieser Kampf dann, wenn er nicht mehr gestoppt wird, sich gegen die Zellen des eigenen Körpers richtet und chronisch wird. Dann schädigen Entzündungen gesunde Organe und führen teilweise zu schweren Folgeerkrankungen und erheblichen Einschränkungen für die Betroffenen.

Beispiele hierfür sind die rheumatische Arthritis oder die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Aber auch Krankheiten wie Alzheimer, Arteriosklerose, Diabetes, Krebs, Parkinson, Herzinfarkt, Schlaganfall, Neurodermitis, Psoriasis und Depressionen werden inzwischen mit einem Entzündungsgeschehen in Verbindung gebracht.

Angenommen wird, dass diesen Erkrankungen jahrelange schleichende Entzündungsvorgänge vorausgehen, bevor sie sich in den genannten Krankheiten manifestieren.

Während der Arzt vor ein paar Jahren beispielsweise einem Patienten mit rheumatischer Arthritis sagen musste, dass er außer Medikamente einzunehmen leider nichts weiter tun kann, sind heute erfreulicherweise entzündungsverstärkende Faktoren bekannt, die jeder selber beeinflussen kann. Dazu zählen Übergewicht und Omega-6-Fettsäuren.

 

Die richtige Ernährung

Wie sieht eine entzündungshemmende („antiinflammatorische“) Ernährung also aus? Der Hauptaugenmerk dabei liegt in der Aufnahme der Fettsäuren in einem günstigen Verhältnis und dem Abbau von Übergewicht. Die entzündungsfördernde Arachidonsäure ist ausschließlich in tierischen Nahrungsmitteln zu Hause. Mit der hierzulande praktizierten Ernährungsweise, die unter anderem charakterisiert ist durch einen hohen Verzehr von Fleisch und Wurst, Hühnereiern, Milch und Milchprodukten wird die Arachidonsäure in weitaus größerer Menge aufgenommen als die entzündungshemmende Eicosapentaensäure. Außerdem wird sie im Körper in geringen Mengen aus der essentiellen Linolsäure gebildet, die wiederum in größeren Mengen in Sonnenblumen- und Maiskeimöl vorkommt.

Omega-3-Fettsäuren dagegen finden sich nur in wenigen Lebensmitteln in größerer Menge. Die Eicosapentaen- und die Docosahexaensäure, die beide jeweils ineinander umgewandelt werden können, finden sich vorwiegend in fetten Kaltwasserfischen wie Makrele, Hering oder Lachs. Die a-Linolensäure, die im Körper auch zur Herstellung weiterer Omega-3-Fettsäuren dient, liefer hochwertige Pflanzenöle.

Was ist also zu tun, um Entzündungsvorgänge in unserem Körper nicht unnötig zu nähren?

 

Die Antwort liegt auf der Hand:

Senken Sie Ihre Arachidonsäurezufuhr, indem Sie Ihren Fleisch- und Wurstkonsum stark einschränken und eher pflanzenbetont essen. Das hat den weiteren Vorteil, dass durch eine hohe Zufuhr an Gemüse und Obst auch in größerer Menge Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe und damit auch so genannte Antioxidantien zugeführt werden, die auch dazu beitragen können, dass die Arachidonsäure nicht in entzündungsfördernde Stoffe umgewandelt wird.

Insgesamt sollten Sie darauf achten, täglich nicht mehr als 80 mg Arachidonsäure mit der Nahrung aufzunehmen. Begrenzen Sie sich dazu in der Woche auf zwei Fleischmahlzeiten und zwei Eier. Verzichten Sie im täglichen Gebrauch weitestgehend auf Wurst, verwenden Sie nur wenig Butter (5 g/Scheibe Brot) oder steigen Sie auf Margarine aus Raps- oder Sojaöl um.

Essen Sie zur Versorgung mit hochwertigem Eiweiß und Calcium täglich Milch und Milchprodukte, z.B. täglich ein Glas Milch (250 ml), 50-100 g Käse und einen Becher Naturjoghurt (150 g).

Bevorzugen Sie in der Küche Raps-, Walnuss- und Leinöl, wobei Sie für die Zubereitung von warmen Speisen Rapsöl den Vorzug geben sollten. Denn dies ist – zusammen mit Soja- und Olivenöl – im Gegensatz zu anderen Ölen recht hitzestabil.

Essen Sie mindestens zweimal pro Woche Fisch, gerne auch fetten Seefisch wie Thunfisch, Makrele, Hering oder Lachs. Hiermit nehmen Sie in größeren Mengen gut verfügbare Omega-3-Fettsäuren auf. Zum Mittag- und Abendessen sollten Sie auf jeden Fall auch etwas Gemüsiges auf den Teller bringen. Vergessen Sie also den Salat oder die warme Gemüsebeilage zum Essen nicht und denken Sie auch daran, dass zu einem Käsebrot auch Tomate, Gurke, Karotte oder Paprika sehr gut schmecken.

Obst eignet sich sehr gut für zwischendurch und darf gerne ein- bis zweimal am Tag gegessen werden.

Seien Sie mit Alkohol sehr vorsichtig und rauchen Sie nicht. Denn Alkohol und Nikotin haben mehrfach wissenschaftlich belegt auf jeden Fall einen negativen Einfluss auf das Entzündungsgeschehen.

Wer sich zusätzlich ausreichend bewegt, fördert und unterstützt die Sauerstoffzufuhr, die Durchblutung und den Stoffwechsel, wirkt Übergewicht entgegen, fördert den Stressabbau und wirkt so hemmend auf ein Entzündungsgeschehen im Körper ein.

Eine vollwertige, überwiegend vegetarische Ernährungsweise wie die Graether Vitalkost ist von Natur aus entzündungshemmend. Denn sie enthält keine entzündungsfördernde Arachidonsäure, sondern liefert hochwertige Fettsäuren aus Pflanzenölen und Fisch. Auf diese Weise wird ein günstiges Verhältnis der Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren erreicht – und damit der Teufelskreis chronischer Entzündungen durchbrochen.

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